Seit mehr als einem Jahrzehnt beleuchtet Dokumentarfilmer Shane Anderson mit seiner Arbeit die dringendsten Probleme, denen anadrome Wildfische ausgesetzt sind. Dabei wirft er auch ein Licht auf die Menschen, die sich für ihren Schutz einsetzen. Sein erster großer Film „Wild Reverence“ hat die sinkenden Bestände der wilden Stahlkopfforelle in den Gewässern der Olympic-Halbinsel im US-Bundesstaat Washington in den Fokus gerückt. Zuletzt hat er in „The Lost Salmon“ die Geschichte des Königslachses – der wohl schönsten Lachsart – nachgezeichnet und dem Publikum die Augen geöffnet, wie wenig Zeit zur Rettung der Spezies bleibt. Obwohl Shanes Geschichten verschiedene Gebiete und Fischarten behandeln, finden sie bei der Angel-Community regen Anklang und haben bereits einige wegweisende Veränderungen ins Rollen gebracht.
„Die drei Worte Bildung, Inspiration und Aktion beschreiben mich ziemlich gut“, so Shane. „Es geht nicht nur darum, Filme zu drehen. Ich möchte mit meiner Arbeit einen Kurswechsel in der Politik oder zumindest einen Perspektivwechsel bei den Menschen hervorrufen.“
In den letzten Jahren hat Shane viel Zeit investiert, um die Renaturierung des Klamath River zu dokumentieren. In seinem jüngsten Kurzfilm „Undammed: Amy Bowers Cordalis and the Fight to Free the Klamath“ hält er fest, was möglich ist, wenn Dämme zurückgebaut werden. Damit feiert der Film ein bedeutendes Stück Naturschutz durch indigene Communities.
Shane wird bei seiner Arbeit von vielen Stellen unterstützt, darunter die Organisation California Trout, die sich für gesunde Gewässer und wilde Fischbestände in Kalifornien einsetzt und den Rückbau der Staudämme am Klamath schon lange gefordert hat.
Foto: Immer wieder schön. Filmemacher Shane Anderson setzt ein weiteres Prachtexemplar zurück. JASON HARTWICK