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Das Zwiebelprinzip: So kombinierst du Outdoor-Bekleidung für kaltes Wetter

Layla Kerley

Wenn du an kalten Wintertagen draußen unterwegs bist, machen die richtigen Bekleidungsschichten den Unterschied. Das Wetter kann sich schnell ändern, vor allem in den Bergen und bei niedrigen Temperaturen. Damit dich dein Outfit bei allen Bedingungen schützt, musst du Basisschicht, Wärmeschicht und Außenschicht nach dem sogenannten Zwiebelprinzip kombinieren. Egal, ob du bei eisigen Temperaturen auffellen, Trails crushen oder eine neue Route rotpunkten willst – in unserem Guide für den richtigen Zwiebellook erfährst du alles, was du wissen musst, um bei kaltem Wetter trocken und warm zu bleiben.

Was ist ein Baselayer?

Ein Baselayer, auch Funktions- oder Thermounterwäsche genannt, ist die erste Schicht beim Zwiebellook. Er wird direkt auf der Haut getragen und transportiert Feuchtigkeit nach außen ab. Das verhindert, dass sich der Stoff mit Schweiß vollsaugt und dich nach dem Sport auskühlen lässt. Die beste Funktionswäsche trägt sich bequem und angenehm auf der Haut und hält dich bei den verschiedensten sportlichen Aktivitäten und Wetterbedingungen trocken und warm.
Im Outdoorsport besteht sie typischerweise aus Synthetikfasern wie Polyester oder Nylon, aus natürlichen Materialien wie Merinowolle oder aus einem Mischgewebe. All diese Gewebe sind atmungsaktiv und haben verschiedene Vor- und Nachteile. Polyester zum Beispiel absorbiert weniger als 1% seines Eigengewichts an Nässe und leitet Feuchtigkeit schnell ab, sodass du länger trocken bleibst.

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Was ist ein Midlayer?

Der Midlayer ist die zweite Schicht beim Zwiebelprinzip und hält dich warm, indem er verhindert, dass deine Körperwärme entweicht. Deshalb wird er auch als Isolations- oder Wärmeschicht bezeichnet. Ein guter Midlayer ist außerdem atmungsaktiv. Getragen wird er zwischen Funktionsunterwäsche und Shell. An kalten, aber sonnigen Wintertagen reicht oft schon ein Midlayer als äußerste Bekleidungsschicht.
Was ist das beste Material für die Wärmeschicht?
Isolationsbekleidung gibt es aus den verschiedensten Materialien, von Funktionsfleece über Daune oder Synthetikisolierung bis hin zu unserer Active Isolierung. Alle Materialien sind höchst atmungsaktiv und absorbieren die Feuchtigkeit, die deine Funktionswäsche nach außen transportiert.

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Was ist eine Shell-Jacke?

Shell-Jacken (und natürlich auch Shell-Hosen) schützen dich vor Wind und Wetter. Als robuste wasser- und/oder winddichte Außenschicht trägst du sie über deiner wärmenden Zwischenschicht. Eine Shell brauchst du vielleicht nicht jeden Tag, aber wenn es mal stürmisch wird, ist sie ein unverzichtbarer Teil des 3-Schichten-Prinzips.
Es gibt drei Arten von Shells mit verschiedenen Eigenschaften und Vorteilen: Softshells, Windshells und wasserdichte Shells.

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Mountainbiken bei kaltem Wetter: Tipps für den idealen Zwiebellook

Frost auf den Trails und Atemwolken in der Luft: Mountainbiken im Winter kann mindestens genauso viel Spaß machen wie bei sommerlichen Temperaturen, wenn du dich gut auf die härteren Bedingungen vorbereitest. Mit dem Zwiebelprinzip und der richtigen Mountainbike-Bekleidung für kaltes Wetter sind wechselnde Temperaturen und Wetterumschwünge kein Problem.

Du benötigst:
Zum Mountainbiken bei kaltem Wetter eignet sich eine Basisschicht aus synthetischen oder natürlichen Materialien. Achte auf:

- ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut für lange Sessions (ggf. mit Sitzpolster)
- flache Flatlock-Nähte, um Scheuern und Reiben zu vermeiden
Egal, ob du dich für ein klassisches Longsleeve oder eine Isolationsweste entscheidest: Ein guter Midlayer zum Mountainbiken sollte besonders atmungsaktiv und temperaturregulierend sein, damit du beim Bergauffahren nicht überhitzt. Am besten eignet sich:

- ein vielseitiger mittelstark isolierter Midlayer
- mit einem robusten, strapazierfähigen Design für technisch anspruchsvollere Rides
Damit du bei jedem Wind und Wetter geschützt bist, darf eine leichte, atmungsaktive Shell-Jacke nicht fehlen. Besonders praktisch:

- ein längerer Schnitt am Rücken für zusätzlichen Schutz
- Belüftungsreißverschlüsse unter den Armen
- winddichtes Material, damit du beim Downhill warm bleibst
Wenn du bei Schlamm und Matsch unterwegs bist, gehört außerdem eine wasserabweisende oder wasserdichte Hose in dein Kit. Noch mehr Wärme gefällig? Handschuhe, Thermosocken, ein Schlauchtuch und eine dünne Beanie oder eine leichte Skull Cap unter deinem Helm wirken Wunder.

Trailrunning bei kaltem Wetter: Die besten Bekleidungstipps für den Zwiebellook

Es gibt nichts Schöneres als herbstliche oder winterliche Trailruns in den Bergen. Aber damit du auch in der kalten Jahreszeit sicher unterwegs bist, solltest du für Temperaturen zwischen -5 und 5 °C ausgerüstet sein. Auch Regen und leichter Schnee sind nicht selten. Und in der Höhe kommt gern auch noch frostiger Wind hinzu. Aber keine Sorge: Mit dem richtigen Zwiebellook kannst du dich voll und ganz auf deine neue PB konzentrieren.

Du benötigst:
Zum Trailrunning im Winter eignet sich am besten schnell trocknende, feuchtigkeitsableitende Funktionsunterwäsche. Damit bleibst du warm und trocken, auch wenn der Puls hochgeht. Am besten geeignet:

- ein leichtes, eng anliegendes Longsleeve aus Merinowolle oder Kunstfaser
- warme Lauftights
- Kompressionstights und optional Laufshorts darüber
Beim Laufen können sich -3 °C schon mal anfühlen wie 10 °C. Trotzdem kann ein Midlayer wichtig sein. Dieser schließt Wärme ein und transportiert Feuchtigkeit nach außen ab. Nicht vergessen: Du kannst deinen Midlayer auch einfach in deinem Laufrucksack verstauen und nur in deinem Baselayer losstarten. Besonders praktisch:

- ein Longsleeve aus Fleece
- eine leichte Weste

Beide Optionen wirken isolierend, ohne deine Bewegungsfreiheit einzuschränken.
Beim Winterrunning ist eine leichte Shell-Jacke deine beste Wahl. Sie hält Wind und Nässe ab und lässt Feuchtigkeit nach außen entweichen. Je nachdem, wie verregnet dein Run wird, eignen sich:

- eine Softshell
- eine Windshell
- eine wasserdichte Shell
Achte darauf, dass deine Außenschicht gut komprimierbar ist, falls das Wetter besser wird.

Außerdem praktisch zum Trailrunning bei kaltem Wetter: feuchtigkeitsregulierende Socken (zum Beispiel aus einem Mischgewebe mit Merinowolle), leichte Laufhandschuhe und eine Laufmütze oder ein Stirnband für warme Ohren. Ein Schlauchtuch schützt dein Gesicht vor kaltem Wind.

Klettern bei kaltem Wetter: Mit dem Zwiebellook warm bleiben

Die kalte Jahreszeit kann die besten Bedingungen für schwere Routen bieten: Kühlere Herbsttemperaturen sorgen für extra Grip und Reibung. Damit du das für dich nutzen kannst, solltest du aber auch auf kalten Wind und den ein oder anderen Regenschauer vorbereitet sein. Und wenn der Fels im Schatten liegt, kann es beim Sichern schon mal kühl werden. Beachte auch beim Klettern das Zwiebelprinzip und bleibe mit unserer Kletterbekleidung für kalte Tage auf jeden Wetterwechsel vorbereitet.

Du benötigst:
Entscheide dich für schnell trocknende synthetische Funktionsunterwäsche. Alternativ eignet sich auch Merinowolle mit ihren ausgezeichneten temperaturregulierenden und geruchshemmenden Eigenschaften, die gerade bei Mehrtagestouren punkten. Optionen sind:

- ein ärmelloses Oberteil oder Longsleeve
- Funktionstights und optional eine Hardshell-Hose darüber

Achte darauf, dass deine Funktionsunterwäsche dehnbar ist für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit am Fels.
Eine gute Zwischenschicht zum Klettern sollte wärmespeichernd sein, aber auch Feuchtigkeit von der Basisschicht nach außen abtransportieren. Dafür eignen sich zum Beispiel:
- ein Fleeceoberteil für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit
- eine Isolationsjacke mit Synthetik- oder Daunenfüllung für besonders kalte Tage
- mit Kapuze für extra Kälteschutz
- eine Softshell-Kletterhose unter deiner Hardshell-Hose (optional)
- eine wärmende Isolationsweste beim Sichern
Mit einer winddichten und wasserabweisenden leichten Shell-Jacke kann beim Klettern im Winter nichts mehr schiefgehen. Sie schützt dich zuverlässig vor Wind und leichtem Regen und kann einfach verstaut werden, wenn du sie nicht mehr brauchst.

Gerade beim längeren Sichern tragen viele Kletterbegeisterte eine Kombination aus Isolationshose und einer zusätzlichen leichten und kompakten Wärmeschicht, die über der Außenschicht getragen wird. Noch mehr Wärme spenden Socken, isolierte Kletterhandschuhe, eine Mütze oder ein Stirnband und ein Schlauchtuch.

Das Zwiebelprinzip beim Skifahren, Snowboarden und anderen Wintersportarten

In den Bergen kann das Wetter von einem Moment auf den anderen von strahlendem Sonnenschein in Whiteout-Bedingungen umschlagen. Auch beim Skifahren und Snowboarden hältst du dich deshalb am besten an das 3-Schichten-Prinzip. So bleibst du den ganzen Tag über warm und trocken.

Du benötigst:
Feuchtigkeitsableitende Skiunterwäsche: Das können zum Beispiel eng anliegende Thermo-Leggings und ein Longsleeve sein.
Eine isolierende Wärmeschicht, um deine Körperwärme zu speichern, wie etwa ein Fleecepullover, eine wattierte Daunenjacke, eine Jacke mit synthetischer Isolierung – oder eine Kombination aus mehreren Bekleidungsschichten an besonders kalten Tagen.
Egal, ob du im Backcountry oder im Hochgebirge unterwegs bist: Du brauchst eine wasserdichte, atmungsaktive Skijacke und eine Skihose, um dich vor Schnee und Wind zu schützen und warm zu halten. Je nach den Wetterbedingungen und je nachdem, ob du lieber Touren gehst oder auf der Piste fährst, wählst du am besten eine leichte und komprimierbare oder eine isolierte Shell-Jacke.

Das Zwiebelprinzip beim Wandern: Warm bleiben bei Kälte

Wandern macht nicht nur im Sommer Spaß. Trotzdem solltest du dich bei deinen Touren auf die kälteren Temperaturen einstellen – vor allem, da das Wetter gerade in den Bergen schnell umschlagen kann. In den seltensten Fällen ist es nötig, gleich zu Beginn deiner Tour deine gesamte Wanderbekleidung für kaltes Wetter zu tragen. Ziehe stattdessen nach und nach mehr Schichten an und achte darauf, dass du nicht ins Schwitzen gerätst, denn kalter Schweiß kann im schlimmsten Fall zu einer Unterkühlung führen. Deine wärmenden Isolationsschichten ziehst du erst an, wenn dir kalt wird oder du auf deiner Tour größere Höhenunterschiede überwindest.

Du benötigst:
Entscheide dich für ein feuchtigkeitsableitendes Longsleeve und Leggings aus:

- synthetischen Materialien
- leichten bis mittelschweren Naturfasern wie Merinowolle
- oder einer Kombination aus natürlichen und synthetischen Materialie
Der Midlayer in deinem Zwiebellook beim Wandern sollte so atmungsaktiv sein, dass er Feuchtigkeit beim Aufstieg nach außen ableitet, dir beim Abstieg aber auch genug Wärme spendet. Manche verzichten beim Aufstieg auch einfach auf eine Zwischenschicht und tragen nur einen Baselayer und eine Shell. Das hängt ganz von deinen persönlichen Vorlieben und den Bedingungen ab. Als Wärmeschicht beim Wandern eignen sich zum Beispiel:
- ein Midlayer aus Fleece
- ein isolierender Midlayer
- eine Isolationsweste

Vermeiden solltest du auf jeden Fall Baumwolle. Die fühlt sich zwar angenehm auf der Haut an, nimmt aber deine Körperfeuchtigkeit auf und trocknet nur sehr langsam. So läufst du Gefahr auszukühlen.
Wenig Gepäck ist das A und O beim Wandern. Deshalb wählst du am besten eine wasserdichte oder wasserabweisende Außenschicht, die dich vor Wind und Wetter schützt, ohne zu dick aufzutragen. Wenn du am liebsten windgepeitschte Bergrücken in Angriff nimmst, ist eine windabweisende oder winddichte Shell die perfekte Wahl.
Achte auch darauf, dass sich deine Außenschicht und Wärmeschicht so komprimieren lassen, dass sie möglichst wenig Platz im Rucksack einnehmen. Und vergiss nicht: Je größer und schwerer dein Rucksack ist, desto wärmer wird dein Rücken. Praktisch sind daher Mesh-Einsätze auf der Rückseite deiner Bekleidungsschichten, um die Belüftung zu verbessern.
Für extra Wärme auf Wanderungen bei kaltem Wetter sorgen außerdem dickere Wanderhosen. Damit Kopf und Hände kuschelig warm bleiben, trägst du am besten eine Mütze, ein Schlauchtuch und Laufhandschuhe.

Ab nach draußen – mit dem Zwiebelprinzip auch bei kaltem Wetter

Die Bedingungen in den Bergen sind wechselhaft und Outdoor-Bekleidung muss vielseitig sein. Wir setzen uns für die Erforschung, Entwicklung und Verbesserung langlebiger, verantwortungsbewusster Materialien ein, die du nach dem 3-Schichten-Prinzip und bei den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen tragen kannst.

Lass dich von sinkenden Temperaturen und nassem Wetter nicht einschüchtern. Mit hochwertigen Bekleidungsschichten und einem durchdachten Zwiebellook machen auch die kältesten Tage Spaß.

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