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Ausländische Arbeitsmigranten

Wir arbeiten mit unseren Lieferanten zusammen, um Gebühren für Wanderarbeitnehmer in unserer Lieferkette zu eliminieren.

Warum

Einige Patagonia-Zulieferer in Taiwan, Japan, Thailand und Korea beschäftigen ausländische Arbeitsmigranten in ihren Fabriken. In entwickelten und relativ kleinen Ländern ist dies allgemeine Praxis, weil auf dem heimischen Arbeitsmarkt nicht genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

In den meisten Fällen arbeiten die Arbeitgeber jedoch mit Arbeitsvermittlern zusammen, die von den ausländischen Arbeitsmigranten mehrere Tausend Dollar verlangen, einfach nur für die Vermittlung eines Jobs. Diese Arbeiterinnen und Arbeiter suchen verzweifelt nach einem Arbeitsplatz und werden mit dem Versprechen geködert, mit dem neuen Job ein Vielfaches von den in ihren Heimatländern üblichen Löhnen zu verdienen. Und die Arbeitsvermittler nutzen diese Situation schamlos aus. Nachdem die Arbeiterinnen und Arbeiter die Gebühr bezahlt haben, werden sie während ihres Aufenthalts in einem neuen Land anfällig für Schuldknechtschaft und Zwangsarbeit. Die Arbeitgeber bevorzugen dieses System, weil die Arbeitnehmer die Kosten dafür übernehmen.

Bei Patagonia sehen wir dieses Problem hauptsächlich bei unseren Webereien in Taiwan. In fast allen Fällen stellen unsere Zulieferer zu einem großen Anteil Arbeitskräfte aus Thailand, Vietnam, den Philippinen und/oder Indonesien ein und bedienen sich dabei der Mithilfe von Arbeitsvermittlern. Wir wissen, dass von diesen Arbeiterinnen und Arbeitern Vermittlungsgebühren von bis zu 7.000 Dollar verlangt werden, je nach Herkunftsland und Arbeitsvermittler. Gemeinsam mit unseren Zulieferern arbeiten wir daran, diese Vermittlungsgebühren abzuschaffen. Und auf einer höheren Ebene arbeiten wir mit unserer Branche und Branchenorganisationen zusammen, um die Bedingungen für diese Arbeitsmigranten zu verbessern, denn diese Probleme sind weit verbreitet und erfordern systemische Änderungen, die ein Unternehmen allein nicht umsetzen kann.

Was wir bereits tun

Seit 2013 haben wir zwei Mitarbeitende, die sich explizit um die strenge Einhaltung dieser Praktiken in allen beteiligten Unternehmensbereichen kümmern – eine Person in Ventura, Kalifornien, und eine Person in Taiwan. Bei unserem Migrant Worker Program verfolgen wir mehrere Strategien, um Veränderungen herbeizuführen.

  • Für unsere Lieferkette haben wir Beschäftigungsstandards für Arbeitsmigrant:innen entwickelt. In diesen Standards haben wir unsere Erwartungen an ethische Praktiken bei Einstellung und Beschäftigung von Arbeitsmigrant:innen definiert. Wir waren eine der ersten Bekleidungsmarken, die im Dezember 2014 einen umfassenden Standard für Arbeitsmigrant:innen entwickelt haben, den wir dann online zur Verfügung stellten. Dieser Standard wurde mittlerweile vollständig oder teilweise von anderen Marken übernommen. Die Standards wurden im Oktober 2020 überarbeitet und weiter verbessert, nachdem sie von internen und externen Expert:innen, darunter Verité und die Fair Labor Association®, überprüft und analysiert wurden. Die aktualisierten Standards berücksichtigen die jüngsten Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO), der Fair Labor Association und der US-Regierung zu Arbeitsmigrant:innen. Die Version 2.0 findest du unter diesem Link. Wir werden weiterhin mit unseren Zulieferern zusammenarbeiten, um die Standards vollständig umzusetzen.
  • Wir haben eine dauerhafte Partnerschaft mit Verité, einer auf Lieferketten spezialisierten Nichtregierungsorganisation. Sie unterstützt, berät und informiert uns bei allen Angelegenheiten unserer Lieferkette, von den Verfahren bei der Personalbeschaffung und Fragen des geltenden Arbeitsrechts bis hin zu Schulung und Auditierung unserer Zulieferer.
  • Wir haben eine Marken-Kooperation mit anderen bekannten Outdoor- und Bekleidungsunternehmen ins Leben gerufen, um einen industrieweiten Wandel zu bewirken, hin zu verantwortungsvollen Verfahren der Personalbeschaffung in Taiwan. Dass jetzt die gesamte Industrie mit an Bord ist, hat uns entscheidend weitergebracht.
  • Zudem engagieren wir uns auch auf dem öffentlichen Sektor, einschließlich der öffentlichen Verwaltung und NGOs. So arbeiten wir beispielsweise mit dem Arbeitsministerium von Taiwan und dessen Servicezentrum für direkte Personalbeschaffung zusammen. Dieses Servicezentrum bietet Arbeitgeber:innen die Möglichkeit, ausländische Arbeitsmigrant:innen in direkter Weise einzustellen, ohne die Beteiligung von Arbeitsvermittlungen. Wir arbeiten auch mit Finnwatch zusammen, einer finnischen Organisation, die sich für Menschenrechte einsetzt und sich mit den Klimaauswirkungen von Unternehmen beschäftigt, sowie mit ihrem lokalen Partner in Thailand. Gemeinsam kommunizieren wir über alle auftretenden Probleme der Arbeitnehmer:innen und suchen in Partnerschaft mit unseren Zulieferern nach praktikablen Lösungen.

Zwar konzentriert sich ein Großteil dieser Arbeit auf Taiwan, jedoch gelten unsere Standards und Programme für Arbeitsmigrant:innen für unsere gesamte globale Lieferkette.

Was kommt als Nächstes

Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in unserer Lieferkette keine Vermittlungsgebühren mehr für ihre Jobs zahlen müssen.

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Migrant Workers
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