„Es war ein totaler Reinfall.“
In den frühen 70er Jahren stellte der Katalog von Chouinard Equipment eine neue Art des Kletterns vor, die den Schutz des Felsen in den Fokus stellte. Anstatt um jeden Preis und mit allen Mitteln Routen zu klettern, legten Yvon Chouinard und andere Wert darauf, wie wir dem Fels umgehen und nicht, welche Gipfel wir erreichen. Das nannten sie „Clean Climbing“. In der Praxis verfolgte das Clean Climbing den Ansatz, Kletterhaken und andere Sicherungen zum Einschlagen durch Klemmkeile und Hexentrics zu ersetzen und somit auf Sicherungen zu setzen, die leicht zu entfernen sind und den Fels weniger beschädigen. Das übergeordnete Ziel des Clean Climbing bestand jedoch darin, eine Ethik zu fördern, bei der sich kletternde Menschen auf ihr Urteilsvermögen und ihre Fähigkeiten und nicht auf ihre Ausrüstung verlassen und beim Aufstieg keine Spuren zu hinterlassen. Das Clean Climbing, das etwa zur gleichen Zeit in den USA und in Europa aufkam, veränderte bald die Art und Weise, wie kletternde Menschen ihre Routen absicherten. Doch auf die Frage, welche Auswirkungen die Clean Climbing Bewegung auf die Entwicklung des Klettersports hatte, antwortet Chouinard heute unmissverständlich: „Die einzig ehrliche Antwort ist: Überhaupt keine.“
— Mailee Hung, Auszug aus „Bring Back Clean Climbing“, unsere Überlegungen zum Stand der Clean Climbing Bewegung im Jahr 2022.
Zum vollständigen Bericht