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KYLE SPARKS

Kultur/Leben

Wenn Sie ein Unternehmen leiten wollen, in dem die Arbeit Spaß macht und die Mitarbeiter sich als Endkunden der von ihnen gefertigten Produkte sehen, dann müssen Sie gut darauf achten, wen Sie einstellen, das Personal fair behandeln und es dazu anleiten, auch andere fair zu behandeln. Sonst werden Sie eines Tages ins Büro kommen und feststellen, dass es Ihnen dort nicht mehr gefällt.

Patagonia sucht neue Mitarbeiter gewöhnlich nicht durch Anzeigen im Wall Street Journal, auf dem Stellenmarkt oder mit Hilfe von Headhuntern. Wir nutzen dazu lieber ein informelles Netz von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern. Wir wollen nicht einfach jemand, der diese Arbeit machen kann, sondern die beste Person für die Stelle. Andererseits wollen wir keine „Stars“ mit Sonderansprüchen. Unsere Stärke liegt in der Zusammenarbeit. Deshalb sind Leute mit Teamgeist bei Patagonia sehr gefragt, während solche, die das Rampenlicht suchen, kaum ihren Platz haben.

Wie erwähnt, sollen es Leute sein, die selbst Patagonia-Produkte benutzen, Leute die so viel als möglich draußen in den Bergen oder der Natur sein wollen. Schließlich sind wir eine Outdoor-Firma. An unseren Messeständen wären unsportliche Gestalten in Anzug und Krawatte ebenso deplatziert wie ein Kettenraucher am Empfang einer Arztpraxis. Wir können nicht die beste Outdoorkleidung herstellen, wenn wir selbst zu „Indoor“-Leuten werden. Also suchen wir „Outdoor-Cracks“, die sich in einem Basislager oder auf dem Fluss wohler fühlen als im Büro. Wenn sie zudem gut für den Job qualifiziert sind – umso besser. Aber wir sind eher dazu bereit, auf einen vagabundierenden Kletterer zu setzen als auf einen mittelmäßigen Betriebswirt. Einen eingefleischten Geschäftsmann für das Klettern oder Paddeln zu begeistern, ist weit schwieriger, als einem Outdoor-Fan beizubringen, wie die Arbeit zu machen ist.

Manchmal stellen wir natürlich auch Personen rein wegen ihrer Fachkenntnisse ein. Wir beschäftigen Mitarbeiter, die noch nie im Freien geschlafen oder im Wald gepinkelt haben. Doch wie unser Berater für Organisationsentwicklung feststellte, haben sie alle etwas gemeinsam: die Leidenschaft für etwas außerhalb ihrer selbst – sei es das Surfen, die Oper, das Klettern oder die Gartenarbeit, das Skilaufen oder ein Engagement in der Gemeinde.

(Auszug aus „Lass die Mitarbeiter surfen gehen!“ von Yvon Chouinard, dem Gründer und Inhaber der Firma Patagonia)

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