Unsere Förderprogramme und Investitionen
1% for the Planet®
Seit 1985 spendet Patagonia mindestens ein Prozent seines Umsatzes für den Schutz und die Erhaltung der Umwelt. Seither haben wir über 100 Millionen Dollar in Geld- und Sachspenden für Graswurzelgruppen zur Verfügung gestellt, die in ihren Gemeinden Veränderungen bewirken. Im November 2018 gaben wir bekannt, dass wir 10 Millionen Dollar von ungeplantem Einsparungen (infolge von unverantwortlichen Steuersenkungen) an Umweltschutzorganisationen spenden würden, um diese bei unserem gemeinsamen Kampf gegen die Klimakrise zu unterstützen. Bis dato haben wir hunderte Organisationen unterstützt, die sich für die Förderung einer Zukunft der nachhaltigen Energien einsetzen und die für die Rechte all jener kämpfen, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind.

Im Lauf der Jahre haben wir Gruppen unterstützt, die sich gegen Pipelines und umweltverschmutzende Ölraffinerien einsetzen, und auch NGOs, die neue Vorreiter für die Klimaschutzbewegung rekrutieren. Neben all diesen weltweiten Spenden haben wir letztes Jahr auch eine Million Dollar gespendet, um hauptsächlich lokale und regionale Bemühungen in den Bereichen Klimapolitik, Übergang zu einer umweltfreundlichen Energiewirtschaft und Klimagerechtigkeit, zu unterstützen – Gruppen wie beispielsweise die „Stand Up to Oil“-Koalition, die den Bau des größten Ölverladeterminals, das jemals in Nordamerika geplant wurde, erfolgreich verhindern konnte. Wir haben in Gruppen wie beispielsweise die California Environmental Justice Alliance (CEJA) investiert, die Patagonias Geldmittel dazu nutzten, bahnbrechende Gesetzesvorlagen wie beispielsweise die „California’s Senate Bill 100“ zu verabschieden, deren Ziel es ist, 100 Prozent umweltfreundliche, erneuerbare Energien zu erreichen. Wir haben auch Gruppen wie die Environmental Health Coalition finanziell unterstützt. Diese Koalition setzt sich für Klimagerechtigkeit ein und hat unter anderem das „Climate Justice Leadership“-Programm ins Leben gerufen. Dieses Programm verfolgt unter anderem das Ziel, auf lokaler Ebene Führungspersönlichkeiten zu fördern, die sich für die Umweltgerechtigkeit einsetzen.

Tin Shed Ventures®
2013 haben wir Tin Shed Ventures ins Leben gerufen, einen internen Investmentzweig, der gleich gesinnte, verantwortungsvolle Start-up-Unternehmen dabei unterstützt, einige der schwierigsten Umweltprobleme zu lösen. Tin Shed Ventures verfolgt unter anderem das Ziel, zu zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg auch möglich ist, wenn sich die Unternehmen von Anfang an zum Umweltschutz verpflichten.

Neben den Investitionen in erneuerbare Energien hält Tin Shed Ventures Ausschau nach Innovationen, die sich noch in einer frühen Phase der Entwicklung befinden und die das Potenzial bieten, die Abhängigkeit Patagonias von kohlenstoffintensiven Praktiken zu reduzieren. Dazu gehören unter anderem ökologische Materialien und Chemikalien in unseren Kleidungsstücken und Verfahren, die im Vergleich zu herkömmlichen Industrieverfahren weniger Energie und Wasser benötigen. Zum Beispiel erfolgte die erste Investition von Tin Shed Ventures in Tersus Solutions, zur Entwicklung eines industriellen Waschverfahrens im geschlossenen Kreislauf, bei dem zum Reinigen und Verarbeiten der Materialien und Kleidungsstücke statt Wasser flüssiges CO2 zum Einsatz kommt. Bei der Tersus-Technologie wird im Vergleich zu herkömmlichen Waschverfahren rund 35 Prozent weniger Energie benötigt. Bis dato konnten wir dank Tersus rund 50 Tonnen Treibhausgasemissionen einsparen.

Investitionen in Future Business Leaders
In den letzten drei Jahren haben Patagonia und die Haas School of Business der UC Berkeley alljährlich einen Wettbewerb für Studenten aus den ganzen USA veranstaltet. Dabei haben die Teilnehmer die Aufgabe, Lösungen für Herausforderungen aus der Praxis, mit denen Patagonia und unser Planet konfrontiert sind, zu finden. Bei den letzten Aufgaben ging es um die Qualität und Umweltaspekte von strapazierfähigen, wasserabweisenden Textilien, und darum, wie die Einführung von regenerativer Bio-Landwirtschaft beschleunigt werden kann. 2018 suchten die Studierenden nach Wegen, wie Patagonia bis zum Jahr 2025 die Kohlenstoffneutralität erreichen kann.