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TIM DAVIS

Umweltauswirkungen reduzieren und mit gutem Beispiel vorangehen!

Unser Unternehmen wächst immer weiter und je mehr wir produzieren, desto mehr wirken wir auf die Umwelt ein. Unsere Mission ist es jedoch nach wie vor, die Umwelt zu schützen und entsprechende Lösungen zu implementieren. Daher müssen wir unsere Umweltauswirkungen reduzieren, unabhängig davon, wie viele Produkte wir verkaufen.

Im Laufe der Jahre haben wir gute Fortschritte gemacht, wie beispielsweise die Umstellung auf Bio-Baumwolle, die zukunftsweisende Anwendung recycelter Kunstfasern und die Einführung eines Jeansstoffes mit einem umweltschonenderen Färbeverfahren. Manchmal haben wir jedoch das Gefühl, dass diese produktspezifischen Verbesserungen nicht ausreichend sind. Wir wollen mehr erreichen; Veränderungen, die über ein oder zwei Produkte in unserem Sortiment hinausgehen: Wir wollen die gesamte Branche verändern! Bei unserer Umstellung auf Bio-Baumwolle war beispielsweise eines unserer Ziele, andere Bekleidungsunternehmen dazu zu animieren, unserem Beispiel zu folgen und ebenso Bio-Baumwolle zu verarbeiten. Doch dies ist uns leider nicht gelungen. Mit diesem hoffnungsvollen Ziel sind wir gescheitert..

Bei der Verarbeitung von recyceltem Polyester in unseren Patagonia Produkten waren wir dagegen viel erfolgreicher. Hier ist uns die angestrebte branchenweite Veränderung gelungen.

1993 verkauften wir unseren ersten Bekleidungsartikel aus recyceltem Polyester. Das war zu dieser Zeit ein bahnbrechender Durchbruch. Die Weiterverwertung von Altplastikflaschen und die anschließende Verarbeitung zu Kleidungsstoffen war seinerzeit ein völlig neues Verfahren. Dieser Erfolg kam jedoch nicht über Nacht. Mit den ersten Stoffen hätten wir noch nicht einmal einfache Tragetaschen herstellen können, ganz zu schweigen von Kleidung, die man direkt auf der Haut trägt. Wir ließen jedoch nicht locker und dank unserer wertvollen Partnerschaften konnten wir schließlich bei unserem Synchilla® Fleece-Pullover erstmals recyceltes Polyester verwenden. Dies stellte den Beginn unserer Reise zur Reduzierung unserer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und zur Reduzierung unseres CO-Fußabdrucks dar. Nebenbei sei angemerkt, dass der Begriff „CO-Fußabdruck“ erst seit Mitte der 1990er-Jahre zu unserem Wortschatz gehört.

Nach 1993 machten wir stetige Fortschritte und setzten immer mehr aus Plastikflaschen recycelten Polyester ein. 2005 markiert einen weiteren Meilenstein. Eine neue Technologie ermöglichte uns das chemische Recycling von Polyester. Zum einen konnten wir dadurch unser Sortiment an Produkten aus recyceltem Polyester noch weiter diversifizieren. Und zum anderen waren wir nun in der Lage, unsere eigenen - abgetragenen - Kleidungsstücke zu recyceln und zur Herstellung neuer recycelten Kleidung zu verwenden. Dies war unser erster Vorstoß in die Kreislaufwirtschaft und gleichzeitig das erste Mal, dass wir unsere eigenen abgetragenen Produkte wieder in den Produktionskreislauf einbinden konnten. Dies war eine wirklich gute Idee. Doch leider konnte eine Skalierung auf industriellen Maßstab nicht umgesetzt werden und schied damit für uns als Option zunehmend aus. Das chemische Recycling ermöglicht uns jedoch nach wie vor den Einsatz recycelter Ausgangsmaterialien, nicht nur für unsere Fleece-Stoffe wie Synchilla®, sondern auch bei unseren leichteren Geweben.

Im Jahr 2009 brachten wir mehrere Nano Puff™® Modelle mit recycelten Stoffen auf den Markt, und zwar innen und außen. Die Verwendung recycelter Materialien in einem so leichten Stoff stellt einen wichtigen Fortschritt für uns und die gesamte Branche dar. Dennoch waren wir unzufrieden, denn die Verwendung recycelter Materialien war auf die Herstellung von Stoffen beschränkt. Eine Verwendung in anderen Komponenten wie die Isolierung, Reißverschlüsse und Etiketten, war nicht möglich. Jahrelang arbeiteten wir daran, auch für diese Komponenten recycelte Materialien zu verwenden, insbesondere bei der Isolierung. Doch ohne die Verwendung von Neupolyester gelang es uns einfach nicht, das gleiche Bauschvolumen, die gleiche Wärme und Leichtigkeit zu erzielen.

Kompromisse bei der Produktqualität kamen für uns überhaupt nicht in Frage. Daher wendeten wir uns mit unserem Problem an unsere Partner bei PrimaLoft. Und das Ergebnis war die Markteinführung von PrimaLoft® Gold Insulation Eco im Jahr 2016. PrimaLoft® hat es geschafft, eine hochleistungsfähige Isolierung mit einem 55-prozentigen Anteil an recyceltem Polyester zu entwickeln. Und wir freuen uns, PrimaLoft® Gold Insulation Eco bei all unseren Nano Puff™ Produkten für die Herbstsaison 2016 anbieten zu können. Dies stellt einen enorm wichtigen Meilenstein dar, gerade bei einem Produkt, das so beliebt ist und so häufig verkauft wird.

Durch die Verwendung von PrimaLoft® Gold Insulation Eco bei unseren Nano Puff™ Modellen verhindert Patagonia, dass mehr als zwei Millionen Plastikflaschen auf der Deponie landen, und das allein im ersten Jahr. Ab 2017 wird PrimaLoft die Gold Insulation in allen bisherigen Einsatzbereichen durch das neue Gold Eco mit seinem 55-prozentigen Recycling-Anteil ersetzen. Dies stellt für uns einen wichtigen Schritt dar, nicht nur für die Outdoor-Community, sondern für die gesamte Industrie, die synthetische Isolierung verwendet.