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Bear's Ear Monument

Bears Ears - endlich geschützt Willkommen zu unserem neuen National Monument

Präsident Obama höchstpersönlich hat Bears Ears mit seinen tausenden von Quadratkilometern als neues National Monument unter Naturschutz gestellt. Die verwitterten Sandsteinfelsen, die tiefen Canyon-Schluchten, die ausgedehnten Wälder, die vorzeitlichen Felswohnungen und die heiligen Felskunstwerke warten nur darauf, von den Besuchern entdeckt zu werden.

 
Thank You President Obama
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Defined By The Line
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Warum ich lebe wo ich lebe
von Josh Ewing

„In Yucca-Sandalen“ sage ich mir. „Wie konnten Sie diesen Move in Yucca-Sandalen schaffen?“

Unter mir fällt die steile Sandsteinwand 150 m in den Canyon ab. Rechts sehe ich eine „Moki-Stufe“, die Indianer vor 800 Jahren in den Fels gehauen haben. Doch der Move, um mit den Zehen darin Halt zu finden, ist ein wahres Boulder-Problem ohne Spielraum für Fehler.

The-Future-Is-Wild

„Ich hätte lieber klettern gehen sollen“ murmle ich vor mich hin.

Selbst an den wilden Sandstein-Türmen der Region hätte ich zumindest ein Seil gehabt. Hier sind Sicherungen nicht erlaubt; der Zugang zu den archäologischen Stätten ist nur ohne Kletterausrüstung gestattet.

Irgendwie überzeuge ich mich, den Schritt schaffen zu können. An einer nicht ganz senkrechten Stelle findet der Haftgummi etwas Halt und durch einen schwierigen Mantle erreiche ich mit dem rechten Fuß knapp die Vertiefung.

60 Sekunden später stehe ich sicher auf einem fast 10 Meter breiten Sims und bekunde den Geistern flüsternd meinen Respekt für diese Stätte. Ich bewundere die historischen Bauwerke auf dem Sims. Überall liegen Keramikscherben. Und die Aussicht... Die frühen Kletterer hatten ein absolut malerisches Plätzchen gewählt - mit Blick auf drei Redrock-Canyons direkt vor der Haustür. Unten im Canyon rieselt ein kleiner Bach, vorbei an einer 120 m hohen, unbezwungenen Felsnadel.

Nachdem ich den Sims behutsam erkundet habe ohne etwas zu verändern, setze ich mich vor das größte Bauwerk und spüre die Wärme des von der Sonne aufgeheizten Sandsteins im Kontrast zur Kühle der Novemberluft.

Deshalb lebe ich hier und tue das, was ich tue.

* * *

2012 zogen meine Frau und ich in den 250-Seelen Ort Bluff in Utah. Ich war ausgelaugt von meinem stressigen Job in der Unternehmenskommunikation. Und ich hatte die langen Fahrten satt, die von Salt Lake City aus nötig waren, um am Indian Creek zu klettern, neue Routen zu erschließen oder die Archäologie der Cedar Mesa zu erkunden.

Arbeitskollegen schüttelten den Kopf über meinen Verzicht auf ein sechsstelliges Gehalt. Meine Familie hielt es für verrückt, meine ganz auf das Stadtleben eingestellte Frau mitten ins Nirgendwo zu schleppen. Kletterfreunde machten Witze über die 2,5-stündige Fahrt nach Colorado, um richtiges Bier zu bekommen.

Ja, wir vermissen hier Freunde, Kletterpartner und städtischen Komfort. Aber unsere Entscheidung hat uns auch reich belohnt. Der Gemeinschaftssinn in einer Kleinstadt ist sehr stark. Das Leben ist viel unkomplizierter. Und die fantastische Landschaft direkt vor der Haustür ist natürlich unschlagbar.

Für mich als Wüstenfan und Kletterer bietet die Bears Ears Region im Südosten von Utah alles, was ich mir wünschen kann. Wer hätte nicht gern ein Klettergebiet wie Indian Creek vor der Haustür? Und Wüstenklassiker wie Texas Tower oder die Nadeln im Valley of the Gods locken zu zahlreichen weiteren Abenteuern. Ich habe hier eine Liste unbestiegener Gipfel, die meinen Durst nach wilden Erstbegehungen für den Rest meines Lebens stillen wird. Doch das faszinierendste ist wohl meine tiefe Verbundenheit mit den frühen Kletterern, die hier an Moki-Stufen senkrechte Wände erklommen und Fels-Siedlungen errichtet haben.

Bald nach meiner Ankunft in der Gegend von Four Corners wurde ich Vorstandsmitglied einer kleinen, gemeinnützigen Organisation zur Verwaltung des öffentlichen Landes im San Juan County - besonders auf der Cedar Mesa.

Jetzt investiere ich praktisch jede wache Stunde in den Kampf gegen Grabräuber und Plünderer, organisiere Service Projekte, arbeite mit dem BLM an der Verbesserung der Landnutzung und bringe Wanderern den respektvollen Besuch der archäologischen Stätten nahe. Ich informiere mich über Landnutzungspolitik und bürokratische Verfahren, um praktische Ziele zu verwirklichen - z. B. um die Freizeitnutzung zu wahren und eine verantwortlichere Erschließung der Öl- und Gasreserven durchzusetzen.

Außerdem arbeiten wir mit Vertretern der Native Americans, Anwohnern und Umweltschützern des ganzen Landes an einer Kampagne zum Schutz der Cedar Mesa und der Bears Ears Region. Wir bemühen uns, innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Schutzstatus als National Conservation Area oder sogar als National Monument zu erreichen.

Die Erhaltung der Bears Ears Region für spätere Generationen betrifft alle Amerikaner, ganz besonders jedoch uns Kletterer. Unsere Stimmen sind wichtig, um ein tausendjähriges Erbe von Kletterern zu bewahren, die in diesen Sandstein-Wänden gelebt haben und denen diese Landschaft so wichtig gewesen sein muss, wie uns heute.

Josh Ewing ist Vorstand der Friends of Cedar Mesa. Seine Passion gilt dem Klettern, der Archäologie und jetzt auch der Landschaftsfotografie.

Warum die Bears Ears den Diné (Navajo) heilig sind
von Willie Grayeyes

Die Navajo-Frau und Bears Ears Schützerin im Mexican Water Chapter House kochte Unmengen Hammeleintopf und buk stapelweise Fladenbrot, während wir ihren Erzählungen lauschten und wieder einmal hörten, warum die Bears Ears für die Menschen hier so wichtig sind.

Why Bears Ears is SAcred to the Diné

Wir hörten Geschichten über den Häuptling Manuelito. Er wurde bei den „Bears Ears“ geboren, hoch über dem Labyrinth der tiefen Redrock-Canyons am Colorado River. Wir kennen diese Orte als Dark Canyon, White Canyon und Cedar Mesa, doch die Navajo, die in dieser weiten, wilden Landschaft schon vor Jahrtausenden lebten, jagten und sammelten, nennen das Gebiet „Náhonidzó“ oder „die Zuflucht“. Manuelito führte Hunderte von Navajo hierher, um sie vor dem Langen Marsch von 1864 zu bewahren, als die US Armee die Navajo von Arizona und Utah zur Umsiedlung in ein Reservat in New Mexico zwang. Wer sich in diesen Canyons versteckte, entging dem Trauma oder Tod auf dem Langen Marsch. 1868 durften die Diné in ihre Heimat zurückkehren und sie besiedelten gemeinsam mit den Utah Navajo das heutige Navajo-Reservat.

Trotz gesetzlicher Verbote und Bitten der Stämme, ihre heiligen Stätten unberührt zu lassen, werden immer wieder Relikte der Navajo-Kultur auf öffentlichem Land geraubt. Die Plünderei der Pueblo-Ruinen und Grabstätten dauert an, weil die Weitläufigkeit des Landes die Überwachung und Durchsetzung erschwert. Der Antiquities Act wurde verabschiedet, um wichtige Kulturstätten wie das heilige Land im Südosten von Utah auf Anordnung des Präsidenten zu schützen. Die Stämme bitten um Schutz für die Bears Ears - ob per Gesetz über den Kongress oder durch einen Entscheid des Präsidenten. Wichtig ist, dass diese Kulturschätze, Pflanzen und Tierarten für spätere Generationen erhalten werden.

Als er mit seinem Fladenbrot fertig ist, erzählt Joe Tree die Geschichte einer heiligen Stätte. Er ist in Westwater, Utah, aufgewachsen, nur etwa 32 km östlich der Bears Ears Berge. Als Siebenjähriger kletterte er mit Freunden hinauf in die Felswohnungen. Es gab zwei Bauten mit jeweils mehreren Räumen, die trotz ihres Alters in perfektem Zustand waren. Die alten Kiefer-Leitern lehnten noch an den Canyonwänden. Joe erinnert sich, wie er mit den anderen Kindern durch den niedrigen Eingang kletterte und die Schätze im Inneren bestaunte. Die Böden waren 25 cm hoch mit Weizenspreu bedeckt, die der Wind von den umliegenden Feldern hereingeweht hatte. Im zweiten Raum einer Wohnung entdeckte Joe kleine Keramikgefäße voller Pfeilspitzen in unterschiedlicher Form und Größe. Im nächsten Raum standen riesige Vasen randvoll mit verschiedenfarbigen Maiskörnern. Eine war voll mit gelbem Mais, die nächste mit blauem Mais und zwei weitere mit (mehrfarbigem) Indianer-Mais. Selbst als Kind spürte Joe die Kraft, die von diesen Objekten ausging und vom Geist der Vorfahren an diesem Ort.

Why Bears Ears is Sacred to the Diné

1968 kehrte Joe Tree aus Vietnam zurück und besuchte die Moki-Ruinen, in denen er als Kind gespielt hatte. Die Wände waren niedergerissenen und ihre Trümmer lagen am Fuß der Wand. Die heiligen Objekte, die er als Kind bewundert hatte, waren allesamt gestohlen worden. Nachbarn berichteten, dass Weiße das getan hatten. Sie waren nachts mit einem Lastwagen gekommen und hatten alles eingeladen. Sie wussten sogar wer es war, konnten aber nichts tun.

Es gibt praktische und spirituelle Gründe das Land zu besuchen, das wir „die Zuflucht“ nennen. Bears Ears repräsentiert unsere Lebensweise, unsere Spiritualität, Sprache, Kultur und unsere gesamte Zukunft.

Willie Grayeyes, Vorsitzender des Board of Trustees, Utah Diné Bikéyah.