H₂No™ Performance Standard

Unser H2No™ Performance Standard ist Patagonias Maßstab für Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und Strapazierfähigkeit.

Warum

Viele wasserdichte Produkte halten dich trocken und komfortabel – bis sie es nicht mehr tun. Delaminierung, verminderte Haltbarkeit oder geringere Atmungsaktivität, das alles ist nicht gerade hilfreich, wenn du beim Klettern schwitzt oder – noch schlimmer – bei Minusgraden unter einer durchnässten Jacke leidest.

Als wir anfingen, atmungsaktive, wasserdichte Produkte zu entwickeln, wollten wir Ausrüstung herstellen, die auf höchstem Niveau und über lange Zeit hinweg funktioniert.

Um sicherzustellen, dass jedes Produkt unsere Leistungs- und Langlebigkeitsstandards erfüllt, haben wir eine Reihe von Tests zur Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und Strapazierfähigkeit durchgeführt. So streng, dass wir guten Gewissens unsere kompromisslose Garantie gewähren können.

Was ist H₂No®?

Unser langjähriges Verfahren, bei dem die Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, Oberflächenabweisung und langfristige Haltbarkeit eines Artikels sowohl im Labor als auch im Feld gemessen werden.
Test, Wasser, Verbesserung

Wir überprüfen unsere Materialien und Produkte vor einer erneuten Prüfung unter extremen Wasserbedingungen, um sicherzustellen, dass sie dich auch nach intensiver Nutzung schützen.

Was wir bereits tun

Unser H2No™ Performance Standard ist keine Technologie oder ein bestimmtes Material – es ist ein umfangreiches, jahrelanges Testverfahren, das jedes einzelne unserer wasserdichten Materialien und Produkte sowohl im Labor als auch im Feld bestehen muss, um das H₂No-Gütesiegel zu erhalten. Die Anforderungen an diesen Standard sind bewusst hoch gesteckt, denn wir wollen nur hinter Produkten stehen, die eine lang anhaltende Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität garantieren.

Labortests können Mutter Natur zwar nicht perfekt imitieren, aber sie sind äußerst nützlich, um unsere H₂No-Materialien zu entwickeln und sicherzustellen, dass sie vier wichtige Leistungsmerkmale erfüllen: Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, wasserabweisende Oberfläche und langfristige Strapazierfähigkeit.

Außerdem arbeiten wir eng mit einer ausgewählten Gruppe von Testern zusammen, die aufgrund ihrer sportlichen Kompetenz ausgewählt wurden und die gerne unsere Materialien bis an ihre Grenzen testen. Zudem holen sie unsere kreativen Designer:innen ab und zu auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie helfen uns zu überprüfen, ob die Materialien, das Design und die Konstruktion für eine Vielzahl von Aktivitäten bestens geeignet sind, egal ob es sich um alpine Touren, lange Skitage oder heftige Unwetter handelt. Nachfolgend soll das H₂No-Verfahren ausführlicher beschrieben werden.

PHASE 1: PRÜFUNG DER MATERIALIEN IM LABOR

Wasserdichtigkeit
Um die vollständige Wasserdichtigkeit zu prüfen, unterziehen wir unsere Materialien einem „Killer-Waschtest“, der durch ständiges Knicken und Scheuern einen bis zu 30 Jahre langen, harten Einsatz bei strömendem Regen simuliert. Wir messen dies, indem wir Druck – in Form eines Zylinders gefüllt mit Wasser, der in Millimetern gemessen wird – auf den Stoff ausüben, um zu sehen, wie weit wir gehen können, bevor das Material undicht wird. Die ersten Killer-Waschtests werden bei 20.000 mm Wassersäule durchgeführt. Anschließend dann noch einmal, um sicherzustellen, dass das Material eine Wasserdichtigkeit von 10.000 mm WS beibehält. Das bedeutet, dass wir nur Materialien auswählen, die den Industriestandards für Wasserdichtigkeit auch nach intensiver Nutzung entsprechen.

Atmungsaktivität
Atmungsaktivität bedeutet, dass ein Stoff gleichzeitig Wasser von außen abweisen und Wärme, Schweiß und Feuchtigkeit von innen entweichen lassen muss. Wir testen dies, indem wir die Moisture Vapor Transmission Rate (MVTR) und den Resistance to Evaporative Heat Transfer (RET) eines Materials messen. Diese Tests messen, wie effektiv Wasserdampf und Luft ein wasserdichtes Material unter verschiedenen Bedingungen durchdringen können, vom Fliegenfischen bis zum Bergsteigen. Anschließend testen wir die Atmungsaktivität nach der Killerwäsche erneut, um sicherzustellen, dass das Material auch nach simuliertem, längerem Gebrauch die oben genannten Eigenschaften erfüllt.

Wasserabweisende Oberfläche
Selbst wenn kein Wasser durch die wasserdichte Membran eindringt, kann ein durchnässter Oberstoff die Atmungsaktivität und den Komfort verringern. Deshalb ist es so wichtig, dass das Wasser an der Oberfläche abperlt, bevor die Feuchtigkeit die Innenbeschichtung oder die Laminierung erreicht. Um das zu testen, besprühen wir unsere Materialien mit Wasser in unterschiedlicher Intensität, um leichten und starken Regen zu simulieren, und messen die daraus resultierenden Perlen auf einer Skala von 1 bis 5. Nach der Killerwäsche testen wir die Materialien erneut, um sicherzustellen, dass sie auch nach intensiver Nutzung noch wasserabweisend sind und Wasser abperlt. (Wenn du deine Shell-Jacke liebst, wird sie dich auch lieben: Du kannst die Oberflächenabweisung durch normales Waschen und Pflegen auffrischen. Hier erfährst du mehr dazu.)

Langfristige Strapazierfähigkeit
Indem wir Tests vor und nach der Killerwäsche durchführen, erhalten wir ein hervorragendes Gefühl dafür, wie sich ein Material nach jahrelangem Gebrauch verhält – nicht nur in Bezug auf die Wasserdichtigkeit, sondern auch auf die physikalische Konstruktion. Wir achten auf Delaminierung, Degradation der Membran und mehr. Wir testen nicht nur die Wasserdichtigkeit, sondern auch die physische Strapazierfähigkeit unserer Materialien, indem wir ihre Zugfestigkeit, Reißfestigkeit und Abriebfestigkeit messen, um sicherzustellen, dass sie jeder Wetterlage und jedem Gelände gewachsen sind.

PHASE 2: PRÜFUNG DER MATERIALIEN IM FELD

Sobald ein Material unsere zahlreichen Labortests bestanden hat, wird es in ein bestehendes Produktdesign eingearbeitet – z. B. ein zukünftiges Material, das in die Silhouette der Triolet Alpine Jacket eingenäht wird – damit unsere Produkttester:innen uns helfen können, den Komfort in der Praxis zu beurteilen. Manchmal vereinen wir sogar zwei verschiedene Materialien in einem Design, damit unsere Tester:innen die Leistung direkter vergleichen können. Jedes Material, das wir für den Einsatz in Betracht ziehen, wird mindestens zwei Monate lang kontinuierlich in der Praxis eingesetzt, bevor es überhaupt für ein Produkt in Betracht gezogen wird.

PHASE 3: PRÜFUNG DES DESIGNS IM LABOR

Sobald ein einzelnes Material unsere Labor- und Feldtests bestanden hat und für ein neues Produkt verwendet wird, führen wir weitere Tests durch, um sicherzustellen, dass das Material und das Design unseren (sehr hohen) Standards entsprechen. Dabei analysieren wir:

Strapazierfähigkeit und Konstruktion: Nähte, Bänder und Blenden müssen genauso haltbar sein wie unsere Stoffe. Deshalb müssen die fertigen Kleidungsstücke zusätzliche Labortests bestehen, z. B. um sicherzustellen, dass die Nähte vor und nach einer Killerwäsche nicht undicht werden.

Designausführung und Funktion: Alle unsere Produkte werden von unseren Design-, Qualitäts- und Reparaturteams sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass du dich nie mit Problemen wie durchnässten Schieberabdeckungen herumschlagen musst. Sie stellen auch sicher, dass die wichtigsten Elemente leicht repariert werden können, damit du deine Bekleidung lange verwenden kannst und sie nicht auf der Deponie landet.

Prüfen von Prototypen: Wir bitten unsere Botschafter:innen und andere Tester:innen, einzelne Prototypen auf Herz und Nieren zu prüfen. Wir beginnen mit einer Version, analysieren ihr Feedback, nehmen Änderungen vor und wiederholen den ganzen Prozess, bis wir die effektivste und zuverlässigste wasserdichte Version des Produkts haben.

PHASE 4: PRÜFUNG DES FINALEN DESIGNS IM LABOR

Nach Abschluss des Prototyping-Prozesses werden Dutzende Muster des finalen Designs von unseren globalen Botschafter:innen monatelang draußen getestet. So können wir sicherstellen, dass das Endprodukt die hohen Erwartungen unserer Kund:innen in jeder Hinsicht erfüllt. Das ist so eine Art letzter Härtetest.

Was kommt als Nächstes

Wir testen unsere wasserdichten Materialien nicht nur gründlich (und immer wieder), sondern arbeiten auch aktiv daran, die Auswirkungen unserer wasserdichten Produkte auf die Umwelt zu verringern. Das bedeutet, dass wir Produkte auf höchstem Niveau herstellen, ohne dass wir bei der DWR-Imprägnierung erdölbasierte Materialien oder perfluorierte Chemikalien (PFCs) verwenden, die für ewig in der Umwelt verbleiben würden, weil sie nicht abbaubar sind. Bis Herbst 2022 werden etwa 90 Prozent unserer wetterfesten und wasserdichten Kleidungsstücke PFC-frei sein, darunter Isolationsteile, Midlayer und einige Outerwear-Produkte, die alle die anspruchsvollen H₂No-Tests bestanden haben.

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