Die Klimakrise
Die Klimakrise ist nicht länger eine Prognose; für Millionen ist sie bereits zu einer bitteren und teilweise verheerenden Realität geworden, und jeder Bereich der Geschäftstätigkeit Patagonias ist davon betroffen. Kohlenstoffdioxid-Emissionen entstehen überall: Polyestergarne werden aus Erdöl hergestellt, die Maschinen zum Weben von Stoffen werden mit fossilen Brennstoffen betrieben, Stoffe werden mit chemischen Färbemitteln gefärbt und Jacken wasserdicht gemacht, Hemden werden in Fabriken genäht, Hosen werden von einem Land ins andere und von einer Stadt in eine andere transportiert, die Kleidung wird an die Kunden in Plastikbeuteln geliefert, die Leute fahren zur Arbeit.

Wenn unsere Erde auch noch in Zukunft bewohnbar sein soll, dann müssen wir unsere Gewohnheiten ändern. Wir werden „schnelle und weitreichende Systemübergänge in Energie-, Land-, Stadt- und Infrastruktur- (einschließlich Verkehr und Gebäude) sowie in Industriesystemen“ umsetzen müssen, warnte der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen IPCC in seinem Bericht vom Oktober 2018. Wenn wir das bestehende Katastrophenrisiko reduzieren wollen, müssen wir schnell handeln, um ein Ansteigen der globalen Temperaturen um mehr als 1,5 Grad Celsius zu verhindern. Dazu wird erforderlich sein, die durch den Menschen verursachten Kohlendioxidemissionen (CO2) um etwa 45 Prozent gegenüber dem Niveau von 2010 zu reduzieren – und Netto‐Null-CO2‐Emissionen zu erreichen. Dabei müssen wir so viel CO2 aus der Luft absorbieren, wie wir in die Luft abgeben – und das alles bis 2050.I

Wir leben unsere Mission: Wir sind im Geschäft, um unseren Heimatplaneten zu retten. Patagonias Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 vollkommene Kohlenstoffneutralität für unsere gesamte Geschäftstätigkeit zu erreichen, einschließlich unserer Lieferkette.

In der Textil- sowie in anderen Produktionsbranchen wird mit dem Begriff Lieferkette alles beschrieben, vom Anbau der Nutzpflanzen zur Herstellung von Garn über das Nähen der Stoffe zu Kleidungsstücken bis hin zum Versand der fertigen Kleidung an die Warenlager, Einzelhandelsgeschäfte und bis in den Vorgarten unserer Kunden. 97 Prozent unserer Kohlenstoffemissionen entfallen auf Patagonias Lieferkette. „Netto Null“ bzw. „kohlenstoffneutral“ bedeutet, dass wir all unsere Kohlenstoffemissionen – also die, die wir selbst produzieren, einschließlich jener, die in den Fabriken, in denen unsere Textilien und fertige Kleidung hergestellt werden, und durch die landwirtschaftlichen Betriebe, die unsere Naturfasern anbauen, entstehen – eliminieren, reduzieren, absorbieren oder in sonstiger Weise senken.

Damit werden wir uns jedoch noch nicht zufrieden geben. Letztendlich verfolgen wir das Ziel, CO2-positiv zu werden. Das bedeutet, dass wir der Atmosphäre mehr Kohlenstoff entziehen als wir abgeben, auch wenn unser Unternehmen immer weiter wächst. Wir wir das schaffen wollen? Schön, dass Sie danach fragen. Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Maßnahmen vorstellen, mit denen wir dieses Ziel erreichen werden.

  • Bis zum Jahr 2020 werden wir für unsere Patagonia Retail Stores, Vertriebszentren, für die regionalen und globalen Bürostandorte sowie an unserem Hauptsitz ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien verwenden. Zum Herbst 2018 hatten wir in den USA einen Anteil an erneuerbarem Strom von 100 ProzentII und weltweit von 76 Prozent.
  • Bis zum Jahr 2025 werden wir bei unseren Produkten ausschließlich erneuerbareIII oder recycelte Rohstoffe verwenden. Zum Herbst 2018 lag der Anteil unserer erneuerbaren und recycelten Rohstoffe bei 51 Prozent; bis zum Herbst 2019 wird er bei 69 Prozent liegen.
  • Wir reduzieren den Energieverbrauch entlang unserer gesamten Lieferkette, wir arbeiten mit Zulieferern zusammen, um auf erneuerbare Energie umzustellen, und wir investieren in Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien, um den Rest unseres CO2-Fußabdrucks auszugleichen.
  • Über das neue Zertifizierungsprogramm Regenerative Organic Certificationexpandieren wir die regenerative Bio-Landwirtschaft als Quelle für die Fasern zur Herstellung unserer Kleidung sowie für die Produktion unserer Nahrungsmittel für Patagonia Provisions. Ziel dieses Programms ist es, den Oberboden zu regenerieren und Kohlenstoffe aus der Atmosphäre absorbieren.
  • Wir investieren in weitere Projekte auf der ganzen Welt zur Kohlendioxidabscheidung wie zum Beispiel die Wiederaufforstung.
  • Wir bauen unser Worn Wear®®-Programm weiter aus und machen es zu einem soliden Geschäftsbereich. Dabei unterstützen wir Initiativen zur Förderung von Wiederverwendung, Reparatur und Recycling, um die Lebensdauer der Produkte zu verlängern und um deren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
  • Wir intensivieren unsere Maßnahmen zum Klimaschutz und unsere Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen, die sich für den Schutz unseres Planeten einsetzen.


Please follow these links for further detail about our climate action plan in unser Unternehmen, unsere Förderprogramme und Investitionen und unsere Stimme.

Ihttps://www.ipcc.ch/

IIDiese Berechnungen lassen wir gerade vom Center for Resource Solutions verifizieren, einem externen Unternehmen, das Angaben zu erneuerbaren Energien nach seinem Zertifizierungsprogramm Green-e auszeichnet.

IIIErneuerbar“ wird definiert als natürliche Materialien, die auf einer jährlichen Basis angebaut und geerntet werden können (z. B. Wolle, Bio-Baumwolle usw.)