FISHPEOPLE
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Ein Film über die Liebe zum Meer

Für manche ist das Meer ein Ort voller Angst und Gefahr. Für andere ist es der Himmel auf Erden, der Spaß ohne Grenzen, die Freiheit und die Möglichkeit die schönsten Seiten unseres Daseins zu erleben. Die von Patagonia präsentierte Dokumentation Fishpeople, die unter der Regie von Keith Malloy entstand, erzählt die Geschichte einzigartiger Charaktere, die ihr Leben dem Meer verschrieben haben. Von Surfern und Speerfischern hin zu einem Langstreckenschwimmer, einem ehemaligen Kohlearbeiter und unerschrockenen Kindern in den Straßen von San Francisco – es ist ein Film über die Liebe zum Meer, über eigene Grenzüberschreitungen und über den tieferen Sinn den man im Salzwasser-Jungel unmittelbar hinter dem Ufer finden kann.

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Dave Rastovich Dave Rastovich

Dave Rastovich ist einer der begnadetsten Wellenreiter der Welt. Als Junior Surfer in Australien surfte er auf gleichem Niveau wie seine Landsleute, die kurze Zeit später Weltmeistertitel holten und lukrative Wettkampfkarrieren einschlugen. Für Dave ging es beim Surfen jedoch immer nur darum, Spaß zu haben. Zu beweisen, wer der Beste ist, interessierte ihn überhaupt nicht. So entschied er sich schließlich für die Freiheit des Ozeans und gegen die Regel und Reglementierungen des Wettkampfsurfens. Mittlerweile ist er in seinen Dreißigern und ein Meister des Wellenreitens in nahezu jeder Form. Außerdem betreibt er Bodysurfing in Teahupo'o und Kanusegeln. Dabei geht es immer darum, die Energie der Dünung zu spüren und hautnah zu erleben. Dave erzählt uns, wie er althergebrachte Weisheiten durch seine leichte Lebenskunst ersetzt und wie er frei von jeglichen Zwängen und voller Dankbarkeit sein Leben genießt.

Kimi Werner Kimi Werner

Kimi Werner ist auf Maui aufgewachsen und lernte, was die Hawaiianer seit jeher wissen: Nimm nie mehr als du brauchst. Sein Vater brachte ihr schon sehr früh das Harpunenfischen bei. Und ihr scharfsinniger Instinkt sowie ihre Gewandtheit unter Wasser haben dazu beigetragen, dass sie die US-Meisterschaften im Harpunenfischen gewann. Die Wettkampfwelt war jedoch nicht das, was sie reizte. Also hörte sie damit auf, um sich dem Schutz der Meere und dem nachhaltigen Fischfang zu widmen. Für Kimi geht es beim Harpunenfischen darum, eine innige Verbindung mit dem Ökosystem Meer herzustellen - und ihren Fang mit ihren Liebsten zu teilen. Kimi kann mehrere Minuten unter Wasser bleiben, ob beim Freitauchen, Harpunenfischen oder beim Erforschen der Unterwasserwelt. Damit stelltsie eindrucksvoll unter Beweis, dass wir uns unter Wasser ebenso effektiv bewegen können wie an Land.

Ray Collins Ray Collins

Ray Collins wuchs in der Nähe von Wollongong im australischen Bundesstaat New South Wales auf. Die Landschaft dort ist geprägt von starken Kontrasten zwischen der wunderschönen Küstenlinie und der Schwerindustrie als wirtschaftlicher Motor der Stadt. Schon als kleiner Junge machte er beim Surfen und Bodyboarding das Meer zu seinem Zuhause —doch später hat er, wie viele seiner Freunde, in einer Kohlemine gearbeitet, um seine Brötchen zu verdienen. Wegen einer Verletzung bei einem Arbeitsunfall musste er das Surfen aufgeben. Also schnappte er seine Kamera, schwamm zu den Surf-Spots und machte beeindruckende Aufnahmen von brechenden Wellen. Sein Auge für dramatische und faszinierende Meereslandschaften — kombiniert mit diesem besonderen Wohlfühlgefühl inmitten hoher, und für viele bedrohlich wirkenden, Wellen — verschaffte ihm sehr schnell einen ausgezeichneten Ruf als Kunstfotograf. Und dieser neue Beruf führte ihn aus der dunklen Unter-Tage-Welt zurück auf den weiten Ozean. Durch Rays Objektiv werden wir die raue Kraft des Meeres in ihrer Urgewalt erleben.

Matahi Drollet Matahi Drollet

Tausende von Jahren haben die Menschen in Polynesien in Harmonie und Einklang mit dem Meer gelebt. Und an einigen Orten, vor allem in den entlegenen Dörfern Tahitis, hat sich das bis heute nicht geändert. Matahi Drollet, ein junger Surfer und Fischer, gehört zur neuen Generation auf Tahiti und ist fest entschlossen, die Traditionen seiner Vorfahren fortzuführen und weiterzuentwickeln. Matahi verkörpert eine stolze Kultur, die ganz eng mit dem Respekt vor dem Meer verbunden ist. Sein Leben ist ein Beispiel dafür, wie eine einfache Lebensweise uns dabei helfen kann, unseren Weg in der sich immer schneller verändernden und hyper-vernetzten Welt zu finden. Es gibt jedoch noch etwas, was Matahis Story so einzigartig macht: Nur wenige hundert Meter von seinem Elternhaus entfernt, hat dieser 19-Jährige einige der größten und imposantesten Wellen der Welt gemeistert.

Eddie Donnellan Eddie Donnellan

Für einige gilt Surfen als egoistischer Sport. Für andere ist es jedoch ein Ausdruck der Freude, die sich verdoppelt, wenn man sie teilt. Eddie Donnellan gehört zur exklusiven Surfer-Familie in San Francisco, die sich selbst an eisigen Wintertagen am Ocean Beach einfindet. Wenn es jedoch wärmer wird, hat er eine Aufgabe, die nicht weniger herausfordernd ist: Risikojugendliche und Risikofamilien mit der Magie und der heilenden Kraft von Mutter Natur vertraut zu machen. Er ermöglicht den Jugendlichen, ihrem stressigen Alltag zu entfliehen und am Strand Grenzen zu überwinden. Damit zeigt er, dass das Meer ein Ort der einschneidenden Lebensveränderung und der persönlichen Weiterentwicklung sein kann. Für Eddie ist das Meer wie ein Pfad zum Glück — eine Überzeugung, die mittlerweile auch unter Wissenschaftlern, die das therapeutische Potenzial des Meeres untersuchen, immer mehr Anhänger findet.

Lynne Cox Lynne Cox

In der Beringstraße findet man nicht besonders viele Schwimmer. Das Gleiche gilt für die Antarktis, die Magellanstraße und das Kap der Guten Hoffnung. Das Gewöhnliche reizte Lynne Cox jedoch überhaupt nicht — und das schon seit ihrem 14. Lebensjahr, als sie das erste Mal von Santa Catalina Island bis zum kalifornischen Festland schwamm. Ihre Leidenschaft ist das Langstreckenschwimmen durch kalte und besonders herausfordernde Gewässer.  Die Grenzen des Möglichen hat sie schon mehrmals verschoben und damit eindrucksvoll gezeigt, wie das Schwimmen dazu beitragen kann, Gemeinschaften miteinander zu verbinden und unsere Beziehung zur Natur neu zu gestalten. In ihrem Buch „Die Eismeerschwimmerin: Lebensbahnen einer ungewöhnlichen Frau“ beschreibt Lynne Cox, wie gerade raue Umgebungen uns dabei helfen können, herauszufinden, wo wir wirklich hingehören.

Photos: DONNIE HEDDEN