Nicht-fluoriertes DWR

Wir sind danach bestrebt, so bald wie möglich das weniger giftige, nicht-fluorierte DWR als wasserabweisende Imprägnierung zu verwenden.

Warum

Wir testen die Wasserabweisung von Gewebe auf zwei Arten, indem wir sowohl leichten als auch lang anhaltenden Regen simulieren. Die Wasserdichtheit wird getestet, indem Wasser durch die Oberfläche eines Gewebes gepresst wird. Die Atmungsaktivität ermitteln wir mit der Moisture Vapor Transmission Rate (MVTR). Und die Strapazierfähigkeit testen wir, indem wir die Stoffe einem Härtewaschtest unterziehen. Mit dem „Killer-Waschtest“ simuliert Patagonia durch ständiges Knicken und Scheuern jahrelangen, harten Einsatz bei strömendem Regen. Nur wenn ein Material alle strengen Tests erfolgreich absolviert, erhält es die H2No Performance Standard Auszeichnung.

Was wir bereits tun

Wir arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung einer fluorfreien DWR-Imprägnierung. Diese chemische Verbindungen sind zwar weniger umweltschädlich als fluorierte Verbindungen, doch sie bieten nicht die gleichen funktionellen Eigenschaften. Daher erfordert deren Anwendung eine konkrete und gut durchdachte Lösung, um erfolgreich zu sein, und dazu arbeiten wir eng mit unseren Partnern der Lieferkette zusammen, um diese Herausforderung zu lösen.

Was kommt als Nächstes

Wir sind gerade dabei, nicht-kritische Produkte, die derzeit mit einer DWR-Imprägnierung behandelt werden (rund 90 % unserer wetter-/wasserbeständigen Kleidungsstücke), zu verändern, mit dem Ziel, bis zum Herbst 2022, PFC-frei zu werden, einschließlich Isolationsteile, Midlayer und einige Outerwear-Produkte. Für kritische DWR-Anwendungen, wie beispielsweise Regenjacken, die man 24 Stunden trägt, haben wir bisher noch keine DWR-Lösung gefunden, welche die funktionalen Anforderungen dieser Kleidungsstücke erfüllt. Die klügsten Chemiker helfen uns dabei, für die restlichen 10 % unserer Produkte eine Lösung zu finden.

Die Industrie bemüht sich darum, von diesen giftigen fluorierten Chemikalien wegzukommen, doch die einzelnen Marken befinden sich bei diesem Wandel in unterschiedlichen Phasen. Bisher wurde kein branchenweites Ziel für die Eliminierung von PFCs festgelegt und leider scheint es auch keine Eile beim Finden von Lösungen auf breiter Ebene zu geben. Wir arbeiten jedoch innerhalb einer gemeinsam genutzten Lieferkette und bieten anderen Textilherstellern an, unsere Lösungen zu verwenden, um einen Erfolg auf breiter Basis zu ermöglichen.

Sehr viele Marken arbeiten bereits daran, 100% PFC-freie Produkte zu entwickeln, stoßen dabei jedoch auf Probleme in den Bereichen Leistungs- und Strapazierfäghigkeit. Der Rückgriff auf frühzeitige Lösungen birgt also die Gefahr, langfristig mehr Waren zu produzieren (und zu kaufen).

Nicht-fluoriertes DWR
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