Krissy Moehl, Jeff Browning and Luke Nelson in Valle Chacabuco, Chile. JAMES Q MARTIN
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Jeff und Jesse auf dem Weg in den Canyon, ein kleiner Vorgeschmack am ersten Tag auf das, was ihnen auf ihrer harten Reise durch die Owyhee Canyonlands noch bevorstehen wird. FREDRIK MARMSATER

The Last Darkness:
Im Laufschritt 275 km durch die Owyhee Canyonlands
Bei Jeff Browning

„Ich konnte meine Füße nicht mehr spüren. Wir hatten den eiskalten Fluss schon unzählige Male durchquert. Der Weg durch den schmalen Canyon verlangte uns alles ab, über Stock und Stein, hochklettern, runterschlittern, wieder durch eisiges Wasser, quasi eine Endlosschleife. In drei Stunden schafften wir gerade einmal 9,5 km. Ich begann schon an uns zu zweifeln. Vielleicht hatten wir uns einfach zu viel vorgenommen. Aber schließlich trieb uns unsere Abenteuerlust immer weiter voran. In nur 10 Jahren soll Owyhee einer der drei einzigen Orte in den Kontinental-USA sein, von dem man einen freien Blick auf die Milchstraße haben wird.

Der Plan schien eigentlich ganz einfach: Die letzten 280 km des neuen Oregon Desert Trail (ODT) innerhalb von vier Tagen abzulaufen. Zusammen mit Ultrarunner Jesse Haynes, den Fotografen Fred Marmsater und Jonathan Byers, und mit Jereme Monteau, unserem Mann für die Logistik von Trailhead Labs — allesamt Ultrarunner - brachen wir zum großen Abenteuer auf. Der ODT ist ein 1300 km langer Trail mit Wegepunkten durch die Hochwüste Oregons - zum gegenwärtigen Zeitpunkt eigentlich nur ein Konzept. Beim Ultramarathon-Laufen sind 275 km eigentlich nichts Besonderes. Doch das überaus anspruchsvolle Gelände und die Flüsse mit ihrem eisigen Wasser setzten neue Maßstäbe beim Ultrarunning."

Jesse Haynes und Jeff Browning bei ihrem 280-km-Lauf durch die Owyhee Canyonlands im Osten Oregons. FREDRIK MARMSATER
Jesse Haynes und Jeff Browning bei ihrem 280-km-Lauf durch die Owyhee Canyonlands im Osten Oregons. FREDRIK MARMSATER

Der Airshed Pullover
Befreiung aus dem Schwitzkasten

Der Airshed ist bei unseren Markenbotschaftern besonders beliebt. Einer der Tester nannte ihn sogar „The Magic Shirt“, weil er ein Optimum an Windschutz bei gleichzeitiger Atmungsaktivität bietet und damit den unangenehmen Schwitzkasteneffekt vermeidet. Im Vergleich zu Baselayern und Midlayern deckt er einen unglaublich breiten Temperaturbereich ab. Der Airshed ist ein wahrer Alleskönner!

Luke Nelson bei einem seiner Langstreckenläufe durch die Bears Ears-Region im Südosten Utahs. NATE PTACEK

Interaktives Filmerlebnis

Interaktives Filmerlebnis

Im Dezember 2016 wies Präsident Obama die Bears Ears-Region als Schutzgebiet aus und erklärte es gemäß dem US-amerikanischen Antiquities Act zum „National Monument“. Im Repräsentantenhaus von Utah gibt es jedoch Stimmen, die diese Schutzerklärung wieder aufheben wollen, zugunsten einer Privatisierung und Erschließung. Wir müssen uns entschlossen für den Schutz dieser kulturell wertvollen und spektakulären Landschaft einsetzen, damit öffentliches Land auch in öffentlicher Hand bleibt.

Mehr erfahren und aktiv werden
Bellingham, WA. NICK DANIELSON
STEVEN GNAM
FREDRIK MARMSATER
Patagonia Trail Running Ambassador Jeff Browning

Jeff Browning

Jeff ist Endurance Coach, Ultra-Sportler und Familienmensch - und er liebt es, durch die Wildnis zu laufen. Er ist sich seiner Verantwortung dem Planeten gegenüber bewusst und setzt sich engagiert für den Schutz dieser besonderen Landschaften ein. Als Designer ist Jeff davon überzeugt, dass die Form der Funktion folgen muss und dass man Ausrüstung und Bekleidung immer weiter verbessern kann. Als selbsternannter Tüftler wird er seine Schuhe auseinanderschneiden und seine Laufhose modifizieren. Auf diese Weise möchte er neue Ideen testen und zur ständigen Weiterentwicklung beitragen. Wenn er nicht zum Laufen in den Bergen ist, rennt Jeff in seinem Bio-Garten in Bend, Orgeon, seinen drei Kindern, vier Hühnern, zwei Katzen und einem Hund hinterher.

Mehr über Jeff

Unsere leichtesten Trail Shells
Drei ultraleichte Shells für den Trail und darüber hinaus.

Krissy Moehl, Jeff Browning and Luke Nelson in Valle Chacabuco, Chile. JAMES Q MARTIN
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Fünf Tage und 225 km, da muss man sich auf die unterschiedlichsten Bedingungen einstellen. Kt Miller, Beau Fredlund, Walker Ferguson und Justin Angle laufen am Shosone Geyser Basin entlang. Yellowstone National Park, Wyoming. Foto: FREDRIK MARMSATER

Ein Lauf durch den Park
Von Kt Miller

„Ich wachte leicht benommen auf, immer noch in meinem Schlafsack, Reißverschluss unten offen, die Füße rausgestreckt, in Richtung Camp-Küche, um dem Team einen guten Morgen zu wünschen. Der Morgen war frisch und wir hatten nur wenig und leichte Kleidung eingepackt, um Gewicht zu sparen. Meine Hände wärmten sich an einer Tasse mit heißem Kaffee. Zwei Bisonbullen tauchten aus dem Nebel auf und grasten gemütlich vor sich her. Wir staunten sie in aller Stille an. Es fühlte sich wie ein gutes Omen für die vor uns liegenden Meilen an. Ich bin ein großer Fan des stummen Staunens.

Wir sind ein Team, bestehend aus fünf Läufern, Fotografen und Einheimischen: Justin Angle, Walker Ferguson, Beau Fredlund, Fredrik Marmsater und ich. Tags zuvor waren wir aufgebrochen; 48 km hatten wir schon hinter uns von den insgesamt 225 km durch das Hinterland, von unserer Haustür in Cooke City, Montana, den ganzen Weg bis zum Old Faithful, im Herzen des Yellowstone National Park. Wir wollten die Wildnis hautnah erleben, eine jener Anekdoten, die man sich erzählt. Wo hätten wir dies besser erleben können, als an diesem Ort, der für seine Wildnis bekannt ist?“

FREDRIK MARMSATER